Proteste und Trauerfeiern am «Freitag der Wut»

Nach dem Freitagsgebet haben Islamisten in mehreren Städten Ägyptens gegen Polizeigewalt und die Entmachtung von Präsident Mohammed Mursi demonstriert. Die Armee sperrte in Kairo, wo zahlreiche Opfer des Blutbads vom Mittwoch zu Grabe getragen wurden, mehrere Straßen und Plätze ab.

Die Muslimbrüder und andere islamistische Parteien hatten ihre Anhänger zu einem «Freitag der Wut» aufgerufen. Am Mittwoch hatte die Polizei zwei Protestlager der Islamisten in Kairo gestürmt. Dabei und während der anschließenden Unruhen in mehreren Provinzen starben mehr als 600 Menschen.

Nach Angaben lokaler Medien kam es in einigen Moscheen nach dem Gebet zu heftigen Wortgefechten zwischen Gläubigen, die verschiedenen politischen Lagern angehören.