Prozess: Eltern reduzieren Insulin - Tochter stirbt

Ein Elternpaar, das den Tod seiner vierjährigen Tochter wegen unzureichender Versorgung mit Insulin verursacht haben soll, hat die Vorwürfe am Landgericht Hannover zurückgewiesen.

«Das gab's nicht, das ist Quatsch», sagte die Mutter zu Prozessbeginn. Sie habe gedacht, ihre an Diabetes erkrankte Tochter habe nur einen Magen-Darm-Infekt. Der Vater sagte, ihm sei die lebensbedrohliche Krankheit seiner Tochter nicht erklärt worden.

Der 32-Jährige und die vier Jahre jüngere Frau sind wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Der Staatsanwaltschaft zufolge waren sie von einer alternativen Heilmethode überzeugt und wollten das Kind vom Insulin entwöhnen, indem sie ihm stattdessen Rohkost gaben. Die Vierjährige starb im Dezember 2009 in der Medizinischen Hochschule Hannover.