Prozess gegen Amokschützen begonnen

Kurz nach Beginn des Prozesses gegen den mutmaßlichen Amokschützen aus Mittelfranken ist die Öffentlichkeit vorübergehend von dem Verfahren ausgeschlossen worden.

Das Landgericht Ansbach hatte entschieden, die Erklärung des 48 Jahre alten Beschuldigten aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes in nicht öffentlicher Sitzung zu hören.

Der Angeklagte muss sich wegen zweifachen Mordes in einem Sicherungsverfahren verantworten. Er soll im Juli 2015 bei Ansbach zuerst eine 82 Jahre alte Frau und danach einen 72 Jahre alten Radfahrer aus seinem Auto heraus erschossen haben.

Wie Gerichtssprecher Jürgen Krach sagte, habe der Beschuldigte die Vorwürfe in der von seinem Anwalt verlesenen Erklärung nicht abgestritten. Er habe jedoch eine andere Wahrnehmung der Geschehnisse und wolle sich dazu möglicherweise später noch äußern. Er bedauere die Vorfälle zutiefst und habe die Angehörigen um Entschuldigung gebeten.

Wegen einer bei ihm diagnostizierten paranoiden Schizophrenie gilt der 48-Jährige als schuldunfähig. Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass der Mann in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird.