Prozess um Diskriminierung: Für Pilotenausbildung zu klein

Eine junge Frau verlangt von der Lufthansa vor Gericht eine Entschädigung wegen Diskriminierung aufgrund ihrer Körpergröße.

Obwohl sie alle Tests für eine Pilotenausbildung bestand, wurde sie abgelehnt, weil sie 3,5 Zentimeter zu klein ist. Die pauschale Festlegung der Mindestgröße auf 1,65 Meter diskriminiere sie, meint die Klägerin.

Frauen seien im Schnitt kleiner als Männer, stellte der Anwalt der Klägerin am Donnerstag vor dem Kölner Arbeitsgericht fest. Ein Lufthansa-Vertreter sagte dagegen, ein Pilot müsse auch große Passagiermaschinen fliegen können und berief sich auf Anforderungen der Luftverkehrssicherheit. Einen Vergleich lehnte die Fluggesellschaft am Donnerstag ab. Eine Entscheidung wurde für den Nachmittag erwartet.