Präsidentenwahl in Chile hat begonnen

Chiles Präsident Sebastián Piñera hat zum Auftakt der Wahl seines Nachfolgers die Bürger aufgerufen, massiv ihre Stimme abzugeben. Neun Kandidaten stellen sich zur Präsidentenwahl.

Präsidentenwahl in Chile hat begonnen
Mario Ruiz Präsidentenwahl in Chile hat begonnen

Als Favoritin gilt die Sozialistin Michelle Bachelet. Piñera erklärte bei der Stimmabgabe in Santiago de Chile, er werde dem neuen Staatschef seine loyale Mitarbeit anbieten und auch nach der Amtsübergabe politisch aktiv bleiben.

Bachelet wiederholte beim Wahlgang am Sonntag ihre Hoffnung, in der ersten Wahlrunde die Präsidentschaft zu gewinnen. Falls keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält, gibt es am 15. Dezember eine Stichwahl zwischen den zwei Bestplatzierten. Die rechte Kandidatin Evelyn Matthei, die nach den Umfragen an zweiter Stelle in der Wählergunst steht, forderte ihre Mitbürger auf, mit der Stimmabgabe «Chile zu hüten».

Knapp 13,6 Millionen Chilenen sind wahlberechtigt. Erstmals bei einer Präsidentenwahl ist die Wahlpflicht aufgehoben und die Einschreibung in die Wählerlisten ist nicht mehr erforderlich. Neben dem Präsidenten werden auch alle 120 Abgeordneten und 20 der 38 Senatoren neu bestimmt. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr (22.00 Uhr MEZ). Es wurden keine Zwischenfälle bei der Wahl gemeldet. Erste Ergebnisse werden am frühen Montag erwartet.