Präsidentschaftswahlen in Brasilien begonnen

In Brasilien haben am Sonntag die Präsidentschaftswahlen begonnen. Rund 143 Millionen Wahlberechtigte des Landes sind aufgerufen, über das Amt des Staatsoberhauptes zu entscheiden.

Präsidentschaftswahlen in Brasilien begonnen
Antonio Lacerda Präsidentschaftswahlen in Brasilien begonnen

Amtsinhaberin Dilma Rousseff gilt als Favoritin und strebt ein zweites vierjähriges Mandat an. Nach letzten Umfragen dürfte die 66-Jährige allerdings die für einen Sieg in der ersten Runde erforderliche absolute Mehrheit verpassen.

Sollte sie am 26. Oktober in die Stichwahl müssen, trifft sie dort den Umfragen zufolge entweder auf Ex-Gouverneur Aécio Neves von den Sozialdemokraten (PSDB) oder auf Ex-Umweltminister Marina Silva von der Sozialistischen Partei PSB. Beide Kandidaten lieferten sich zuletzt in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei, wobei Neves am Samstag erstmals seit Wochen an Silva vorbeizog.

Die Wähler sollten am Sonntag auch über ein Drittel der Senatorenposten entscheiden sowie über die Gouverneure (Ministerpräsidenten) der 26 Bundesstaaten und des Hauptstadt-Distrikts Brasília sowie die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses. Die Wahllokale schließen gegen 22.00 MESZ, Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet.