PSG-Star Ibrahimovic fit für Revanche gegen Barça?

Zlatan Ibrahimovic versucht fieberhaft, pünktlich zum Champions-League-Schlager seine Fersenverletzung zu kurieren: Sein zuletzt etwas schwächelnder Club Paris St. Germain trifft auf den FC Barcelona, der ihn 2010 vor die Tür gesetzt hat.

PSG-Star Ibrahimovic fit für Revanche gegen Barça?
Olaf Kraak PSG-Star Ibrahimovic fit für Revanche gegen Barça?

Der Einsatz von Ausnahme-Angreifer Zlatan Ibrahimovic entscheidet sich erst in letzter Sekunde, die Top-Stars Thiago Silva und Ezequiel Lavezzi fehlen schon verletzt: Vor dem vermeintlichen Gipfeltreffen der europäischen Fußball-Königsklasse zwischen Paris St. Germain und dem FC Barcelona bangen die zuletzt schwächelnden Franzosen um ihren wichtigsten Spieler. Von einem Duell auf Augenhöhe kann in diesem Jahr sowieso keine Rede sein - zu dominant treten Lionel Messi, Neymar & Co. bislang auf, zu wechselhaft agiert die Millionen-Truppe aus der französischen Hauptstadt in dieser Saison.

«Unsere medizinische Abteilung wird alles dafür tun, damit er am Dienstag auflaufen kann. Wir hoffen noch, dass er zurückkehrt», sagte PSG-Trainer Laurent Blanc über den schwedischen Nationalspieler. Ibrahimovic versäumte wegen einer hartnäckigen Fersenverletzung zuletzt zwei Ligaspiele, will aber in der Champions League gegen seinen Ex-Club auf keinen Fall fehlen.

«Er ist eindeutig ein wichtiger Spieler für uns, und dies ist auch eine Partie, bei der er dringend spielen will», sagte Blanc. Die Katalanen sortierten den exzentrischen Stürmer 2010 nach nur einer Saison aus - was bis heute an Ibrahimovic nagt. Umso wichtiger wäre ein Einsatz des Torjägers jetzt für den französischen Meister. Vier Unentschieden in den vergangenen fünf Pflichtspielen sind eindeutig zu wenig für die Ansprüche des Clubs. In der Liga trennen PSG schon fünf Punkte von Tabellenführer Olympique Marseille.

Ein Prestige-Erfolg gegen Barcelona im heimischen Prinzenpark wäre deshalb jetzt die große Chance, sich ein kleines Stück aus der Mittelmäßigkeits-Krise zu arbeiten. Ibrahimovic jedenfalls schuftet verbissen für sein Comeback. Auch wenn sein Kurzzeit-Engagement in Spanien schon vier Jahre zurückliegt, beschäftigt ihn diese Episode noch immer. Dabei schlug er sich mit 16 Toren in 29 Spielen ganz gut.

Das Zusammenspiel mit Messi allerdings klappte nicht so wie erhofft. Der kleine Argentinier überzeugte Trainer Pep Guardiola sogar davon, dass er mit Ibrahimovic nicht so gut harmoniere und seinen Spielstil nicht wie gewünscht entfalten könne. Also beschlossen die Katalanen, den Schweden loszuwerden. Er durfte immer seltener spielen, beschwerte sich, dass der Trainer nicht mit ihm spreche und wechselte schließlich zu Inter Mailand.

Schon einmal hatten Ibrahimovic und Paris die Chance zur Revanche: In der vorvergangenen Saison trafen beide Teams im Viertelfinale aufeinander. Doch nach einem 2:2 in Paris und einem 1:1 zu Hause verwehrten Messi & Co. den Franzosen die Halbfinal-Teilnahme. Am Dienstag hat Ibrahimovic nun eine neue Chance - wenn er fit ist.

Barça-Trainer Luis Enrique, der im Tor dem ehemaligen Gladbacher Marc-André ter Stegen den Vorzug vor Claudio Bravo geben könnte, bemüht sich jedenfalls nicht, die Personalie Ibrahimovic herunterzuspielen. «Wenn er verletzt ist, ist er ein sehr großer Verlust für das Team. Ich denke, sie rechnen sich aus, gegen uns gewinnen zu können. Und mit Ibrahimovic auf dem Feld werden sie stärker sein», sagte er. Abwehrspieler Jeremy Mathieu pflichtete bei: «PSG ist nicht die selbe Mannschaft ohne Ibrahimovic.»