Puma sieht sich in der Spur

Noch steckt Puma im Tief, aber im Gesamtjahr soll es für den Sportartikelhersteller wieder aufwärts gehen.

Puma sieht sich in der Spur
Andreas Gebert Puma sieht sich in der Spur

Zwar ist der Gewinn im dritten Quartal auch wegen hoher Werbeausgaben um fast die Hälfte eingebrochen, Konzernchef Björn Gulden sieht aber erste Erfolge der Neuausrichtung des kriselnden Unternehmens: Währungsbereinigt sollen deshalb die Umsätze im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen, wie die Tochter des französischen Luxusgüterkonzerns Kering mitteilte.

Der Ausblick für operativen Gewinn und Konzernergebnis bleibt indes wie gehabt: Die operative Gewinnspanne soll bei rund fünf Prozent, die Umsatzrendite des Konzernergebnisses bei etwa drei Prozent liegen.

Pumas Schwenk von Lifestyle und Mode hin zu einem sportlicheren Image fällt allerdings kostspielig aus: Von Juli bis September blieben vor Zinsen und Steuern deshalb mit 46 Millionen Euro 42,5 Prozent weniger übrig als vor einem Jahr, der Gewinn sackte um 45 Prozent auf 29 Millionen Euro in sich zusammen.

Die neue Werbekampagne mit TV-Spots und die prestigeträchtige Partnerschaft mit dem englischen Fußballclub Arsenal London sind teuer. Puma-Chef Gulden sieht den Adidas-Rivalen auf dem richtigen Weg, warb aber für Geduld: «Die Repositionierung von Puma und die Trendwende in der Geschäftsentwicklung benötigen Zeit.»

Bereits vor rund zwei Wochen hatte die französische Mutter - zu der auch Edelmarken wie Brioni, Gucci, Yves Saint Laurent gehören - mitgeteilt, dass die Erlöse von Puma in den drei Monaten bis September im Jahresvergleich um 3,7 Prozent auf 843 Millionen Euro zugelegt hatten.

Dabei kosteten Währungseffekte Puma fast drei Prozentpunkte. Am stärksten konnte Puma in Asien zulegen. Besonders gut entwickelten sich unter den Produkten die Textilien, Schuhe brachten laut Gulden erstmals seit sieben Quartalen wieder mehr ein. Genau wie Adidas bereitet auch Puma die eigene Golfsparte derzeit wenig Freude: Hier fuhren die Herzogenauracher ein Minus ein.