Putin fordert vom Westen Ende des «Mauerbaus»

Kremlchef Wladimir Putin hat den Westen aufgefordert, 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht immer neue Mauern gegen Russland zu errichten. Der Westen fühle sich seither als Sieger und gehe noch immer gegen Russland vor, sagte Putin vor Journalisten in Moskau.

Beispiele für diese Politik seien die Osterweiterung der Nato und die geplante US-Raketenabwehr. «Der richtige Weg ist, mit dem Bau von Mauern aufzuhören», mahnte er.

Bei seiner Jahrespressekonferenz verteidigte Putin die Einverleibung der Schwarzmeerhalbinsel Krim im März und das Vorgehen im Ukraine-Konflikt. Russland verfolge eine Politik für den Selbsterhalt, sagte der Präsident vor rund 1200 Journalisten. Die Atommacht werde weiter dem Druck des Westens und der Nato standhalten, um etwa auch seine gigantischen Rohstoffressourcen zu sichern. «Wir schützen unser Recht auf Existenz», betonte Putin.