Putin sieht noch viel Arbeit im Atomstreit

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Einigung im Atomstreit mit dem Iran als «Durchbruch» gelobt, sieht aber noch viel Arbeit bei der Umsetzung des in Genf angenommenen Plans.

«Das ist nur ein Schrift auf einem langen und nicht einfachen Weg», sagte Putin am Sonntag einer Mitteilung des Kreml in Moskau zufolge. «Es ist gelungen, dem Aufdröseln eines der schwierigsten Knoten der Weltpolitik näher zu kommen», sagte Putin.

Die Vereinbarung von Genf entspreche ganz der Linie der UN-Vetomacht Russlands für eine diplomatische Lösung von Problemen. Russland hatte den USA und der EU mehrfach vorgeworfen, mit einer Politik der Drohungen und Sanktionen beim Iran nichts zu erreichen.

Die Einigung von Genf sei der «Beweis, dass im Rahmen kollektiver Arbeit und gegenseitiger Achtung doch Antworten auf die aktuellen internationalen Herausforderungen und Bedrohungen» gefunden werden könnten, meinte Putin. Russland sei bereit, bei den noch komplexeren Fragen zum iranischen Atomprogramm mitzuhelfen, damit die Sicherheit der Länder im Nahen Osten einschließlich Israels gewährleistet werde.