Putin und Obama-Treffen: Kreml warnt vor falschen Erwartungen

Nach einem kurzen Treffen von Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama in Paris hat die Führung in Moskau vor übereilten Erwartungen gewarnt.

Das Gespräch am Rande der UN-Klimakonferenz habe die schnelle Bildung einer breiten Koalition gegen den Terror noch nicht nähergebracht, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

Der Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei führe vor Augen, dass ein intensiver Informationsaustausch im Syrien-Konflikt nötig sei. «Die Zeit zur operativen Zusammenarbeit ist noch nicht reif», sagte er.

Das Innenministerium in Moskau sprach von etwa 2000 russischen Staatsbürgern, die in den Reihen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien kämpfen. «Früher oder später werden sie nach Russland zurückkehren», sagte Vizeminister Igor Subow.

Am Flughafen von Krasnodar nahm die Polizei unterdessen zwei Männer fest, die sich den Behörden zufolge dem Al-Kaida-Ableger Al-Nusra anschließen wollten. Den Beschuldigten, die nach Istanbul unterwegs waren, drohen je zehn Jahre Haft. Ein Gericht in Stawropol verurteilte am Dienstag einen Russen wegen Anwerbens von IS-Kämpfern zu sieben Jahren verschärfter Lagerhaft. Der Medizinstudent habe damit Extremisten unterstützt.