Quartett setzt sich ab - Enttäuschung für St. Pauli

Im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zeichnet sich ein Vierkampf ab. Der SV Darmstadt 98 durch ein 1:0 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern durch ein 2:1 (1:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth erhöhten den Druck auf Spitzenreiter FC Ingolstadt.

Quartett setzt sich ab - Enttäuschung für St. Pauli
Malte Christians Quartett setzt sich ab - Enttäuschung für St. Pauli

Der Tabellenführer will am Montag gegen die Münchner «Löwen» wieder auf sechs Zähler davonziehen. Auch der Karlsruher SC bleibt durch das 1:1 (1:1) beim 1. FC Nürnberg als Vierter mitten drin im Aufstiegsrennen.

Hinter dem Quartett folgt nach dem 23. Spieltag Fortuna Düsseldorf mit vier Punkten Rückstand. Die Rheinländer blieben durch das 2:1 (1:1) am Sonntag beim 1. FC Heidenheim im ersten Spiel nach der Beurlaubung von Oliver Reck zumindest einigermaßen auf Schlagdistanz. Im Kampf um den Klasseverbleib verpasste der FC St. Pauli durch das 0:0 gegen Erzgebirge Aue einen Big Point. Im dritten Sonntagsspiel gewann RB Leipzig mit 3:2 (3:2) gegen Union Berlin.

Weiterhin furios läuft die Saison für Aufsteiger Darmstadt 98. «Ich bin stolz, dass wir bereits Ende Februar den Klassenerhalt eintüten konnten», sagte Trainer Dirk Schuster nach Platz zwei. «Woche für Woche werden wir jetzt versuchen, die anderen zu ärgern und zu punkten.» Diesmal war Joker Jan Rosenthal (90.+3) Matchwinner.

Kaiserslautern siegte dank Toren von Jean Zimmer (38.) und Chris Löwe (48./Foulelfmeter) bei einem Gegentreffer von Niko Gießelmann (85.). «Es bleibt spannend bis zum Saisonende», prophezeite FCK-Trainer Kosta Runjaic. Missglückt war die Trainer-Rückkehr von Büskens bei den Franken. «Mit ein bisschen Glück hätten wir uns belohnen können.»

Im Gegensatz zu Darmstadt und Lautern reichte es für Karlsruhe nur zu einem Punkt. «Wir können und müssen mit dem Remis leben», erklärte Coach Markus Kauczinski. Guido Burgstaller (4.) brachte den FCN in Führung, Rouwen Hennings sorgte für den Ausgleich (45.). Wie Braunschweig liegt Nürnberg fünf Punkte hinter dem Top-Quartett.

Beim Debüt als Trainer in der 2. Liga durfte Düsseldorfs Interimscoach Taskin Aksoy jubeln. Oliver Fink (23.) und Axel Bellinghausen (61.) wendeten das Spiel für die Fortuna. Robert Leipertz hatte Heidenheim in Führung gebracht (11.). «Wenn man das erste Spiel gewinnt, hat man vieles richtig gemacht», sagte Aksoy.

Für den FC St. Pauli wird die Lage im Abstiegskampf immer prekärer. In der schon als «Endspiel» deklarierten Heimpartie gegen den Drittletzten Aue gab es nur ein torloses Remis. «Wir stehen mit dem Rücken zur Wand», sagte Pauli-Coach Ewald Lienen. «Wir hätten es auch mal verdient, einen dreckigen Sieg zu landen.»

Torreich ging es dagegen zwischen Leipzig und Berlin zur Sache. Dominik Kaiser (3./Foulelfmeter), Joshua Kimmich (7.) und Georg Teigl (13.) erzielten die Tore zum ersten Leipziger Sieg des Jahres. Für Union trafen Steven Skrzybski (8.) und Sebastian Polter (29.).

Nach dem siebten Spiel ohne Sieg werden die Abstiegssorgen beim VfR Aalen immer größer. Aziz Bouhaddouz (65.) traf am Samstag in Sandhausen zum 1:0, der Endstand kam durch ein kurioses Eigentor des Aaleners Sascha Mockenhaupt (83.) zustande. Sandhausen machte einen Schritt Richtung Klassenverbleib.

Eine turbulente Aufholjagd gab es beim 3:3 zwischen dem VfL Bochum und dem FSV Frankfurt. Bochum führte durch Marco Terrazzino (16. Minute), Thomas Eisfeld (61.) und Danny Latza (81.) bei einem Gegentor von Zlatko Dedic (79.) 3:1, ehe Edmond Kapllani erst vom Elfmeterpunkt (84.) und dann zum Endstand (90.+1) traf.