Franziskus ruft in Ecuador zur Brüderlichkeit auf

Papst Franziskus hat seinen ersten Arbeitstag auf seiner Südamerika-Reise mit einem Aufruf zur Brüderlichkeit abgeschlossen.

Franziskus ruft in Ecuador zur Brüderlichkeit auf
Leonardo Munoz Franziskus ruft in Ecuador zur Brüderlichkeit auf

«Dass niemand ausgeschlossen werde, dass alle Brüder seien», wünschte der Papst am Montagabend (Ortszeit) vor den Toren der Kathedrale in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, als er einer Menschenmenge seinen Segen erteilte.

Zuvor war Franziskus mit Staatschef Rafael Correa zusammengekommen. Dieser führte seinen Gast durch den Präsidentenpalast, dessen Innenhöfe mit 128.000 Rosen geschmückt waren. Vom Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt.

In Ecuador war es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Kundgebungen gegen Steuervorhaben der Regierung gekommen. Correa fror die Pläne vor dem Papstbesuch ein, die Proteste bezeichnete er als Verschwörung.

Bei seiner ersten Messe in Ecuador hatte der 78-jährige Papst am Montagmittag (Ortszeit) in der Hafenstadt Guayaquil die Familie als Vorbild der gegenseitigen Liebe hervorgehoben. «Die Familie bildet den großen 'sozialen Reichtum', den andere Einrichtungen nicht ersetzen können», sagte Franziskus vor rund einer Million Menschen im Parque Los Samanes im Norden der am Pazifik gelegenen Stadt.

Am Dienstag ist eine weitere Papstmesse in Quito vorgesehen, bevor Franziskus seine achttägige Reise in Bolivien und Paraguay fortsetzt.