Ramelow will erster Linken-Ministerpräsident werden

Bodo Ramelow stellt sich als bundesweit erster Ministerpräsident der Linken im Thüringer Landtag zur Wahl. Er wird von einer rot-rot-grünen Koalition getragen, die im Parlament nur die knappe Mehrheit von einer Stimme hat.

Ramelow will erster Linken-Ministerpräsident werden
Martin Schutt Ramelow will erster Linken-Ministerpräsident werden

Mit Spannung wird erwartet, ob der 58-Jährige bis zu drei Wahlgänge braucht, um ins Amt zu kommen. Offen ist, ob die bislang regierende CDU bei einem Scheitern Ramelows im ersten Anlauf einen Gegenkandidaten ins Rennen schickt.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat ausgeschlossen, dass sie antritt. Der CDU droht erstmals die Oppositionsbank. Sie hat in den vergangenen 24 Jahren die Ministerpräsidenten in Thüringen gestellt.

Ramelow rechnet nach eigenen Angaben mit einem Erfolg im ersten Wahlgang «Es wird politisch nichts schief gehen», zeigte er sich überzeugt. Die erste rot-rot-grüne Koalition in einem Bundesland verfügt über 46 Stimmen im Landtag, die CDU über 34 und die rechtskonservative AfD über 11. Ramelow will nach erfolgreicher Wahl noch am Freitag sein Kabinett berufen und im Landtag vereidigen lassen.