Razzia in Islamistenszene: Durchsuchungen in vier NRW-Städten

Bei den Ermittlungen gegen drei mutmaßliche Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen fünf Wohnungen und ein Geschäft durchsucht.

Razzia in Islamistenszene: Durchsuchungen in vier NRW-Städten
Marcel Kusch Razzia in Islamistenszene: Durchsuchungen in vier NRW-Städten

Das teilte Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) heute mit. Durchsuchungen habe es am frühen Morgen in Dortmund, Duisburg, Düsseldorf und Tönisvorst (Kreis Viersen) gegeben.

Zuvor hatte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mitgeteilt, die drei Beschuldigten seien verdächtig, seit Januar 2015 und Juli 2015 um Mitglieder und Unterstützer für den IS geworben zu haben. Einer der mutmaßlichen Islamisten soll darüber hinaus den IS finanziell und logistisch unterstützt haben. Festnahmen habe es keine gegeben, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Durchsuchungen hatte es auch in Niedersachsen gegeben.

Die Durchsuchungen zeigten, dass die Polizei nicht nachlasse, die islamistische Szene auszutrocknen, sagte Jäger. «Wer meint, hier unbehelligt hetzen und junge Männer für den bewaffneten Kampf in Syrien und im Irak rekrutieren zu können, liegt daneben.» Die Sicherheitsbehörden täten alles, um zu verhindern, «dass die salafistischen Verführer Kinder und Jugendliche ihrer Gehirnwäsche unterziehen».