Rückgabe von Elektroschrott wird einfacher

Das Kabinett hat eine Reform des Elektrogesetzes auf den Weg gebracht, um die kostenlose Rückgabe von ausrangierten Geräten wie Handys, Staubsaugern und Fernsehern zu erleichtern.

Rückgabe von Elektroschrott wird einfacher
Maurizio Gambarini Rückgabe von Elektroschrott wird einfacher

Der heute gebilligte Entwurf von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) legt fest, dass Elektrogeschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern verpflichtet werden, kleinere Geräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge generell sowie größere Altgeräte beim Kauf eines neuen Geräts zurückzunehmen. Das gilt auch für Online-Händler. Ziel ist es, mehr wertvolle Metalle aus alten Geräten zu recyceln, außerdem sollen diese nicht mehr so oft in der Mülltonne landen. Das Gesetz soll nach Möglichkeit bis Ende des Jahres in Kraft treten.

Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) sieht dabei keine Schwierigkeiten für die Geschäfte. «Was über den Handel reinkommt, muss auch über den Handel wieder rausgehen können.» Ziel ist es, mehr wertvolle Metalle aus ausrangierten Geräten zu recyceln. Zudem sollen die alten Geräte nicht mehr so oft im Müll landen.

Bis 2019 soll die Sammel- und Wiederverwertungsquote auf 65 Prozent steigen. «Der Handel kann natürlich selber wieder kooperieren mit Entsorgern und anderen, sodass das für den Handel nicht das Problem ist», sagte die Ministerin in der ARD.

Bisher basiert die Rücknahme alter Geräte auf Freiwilligkeit. In der Restmülltonne dürfen sie nicht entsorgt werden. Allerdings wird etwa die 25-Zentimeter-Vorgabe als wenig verbraucherfreundlich kritisiert.

Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) betonte, der Entwurf sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Recycling. «Angesichts der zwingenden Notwendigkeit, vermehrt heimische Sekundärrohstoffe zu gewinnen, ist es geboten, Sammlung und Verwertung ausgedienter Altgeräte wieder besser zu verbinden», sagte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. Geschätzte 500 000 Tonnen ausrangierter Elektrogeräte würden bisher pro Jahr erst gar nicht in den Recyclinganlagen ankommen und damit nicht fachgerecht entsorgt. Sie landeten nach wie vor in der Restmülltonne, würden illegal exportiert oder lagerten in den privaten Kellern.