Reaktionen: Politiker gratulieren Bach

Deutschlands Politiker haben Thomas Bach im Akkord gratuliert und dem mächtigsten Mann im Weltsport viel Glück und Erfolg für seine neue Aufgabe gewünscht.

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Werek Reaktionen: Politiker gratulieren Bach

«Ihre Wahl in dieses sportpolitisch bedeutendste Amt zeigt eindrucksvoll, welches Ansehen und Vertrauen Sie innerhalb der olympischen Familie genießen», erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel.    

Doch nicht nur die Kanzlerin oder Bundespräsident Joachim Gauck reihten sich in die Schar der zahlreichen Gratulanten ein. Wegbegleiter, Freunde und vor allem Sportler freuten sich mit dem 59-Jährigen, der am Dienstag in Buenos Aires mit einem überzeugenden Votum im zweiten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt wurde. «Gratulation an das sportliche Durchhalten, jetzt kam das olympische Feuer in ihm durch», schrieb der dreimalige Diskus-Weltmeister Robert Harting bei Facebook.

So wie Harting - «Nun gilt es die postulierten Interessen auch durchzuziehen um nicht blass zu wirken, besonders im Hinblick auf den Anti-Doping-Fonds» - erinnerte aber auch mancher Politiker an die Verantwortung, die Bach nun trägt; für acht Jahre wird er schließlich der höchste Funktionär des Sports sein. «Sie haben sich vorgenommen, im Sport und durch den Sport Einheit in Vielfalt zu gestalten. Für Ihr Wirken wünsche ich Ihnen Glück, Geschick und Sportsgeist», schrieb Bundespräsident Gauck in seinem Glückwunschbrief.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, zuständig für den Sport, geht davon aus, dass sich Bach für die Anliegen der Sportminister der Welt einsetze, «die meine Kollegen und ich im Mai in der Berliner Erklärung zum Ausdruck gebracht haben. Dazu gehört insbesondere die Eindämmung des Gigantismus bei der Planung und Ausrichtung Olympischer Spiele. Auch kleinere Länder müssen in Zukunft in der Lage sein, Olympische Spiele auszurichten».

Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, forderte Bach auf, «nach Innen eine konsequente Transparenzpolitik umzusetzen, die Korruption und Vetternwirtschaft bekämpft und verhindert». Nach Außen brauche das IOC zudem eine klare Abgrenzung zu Wirtschafts- und Profitinteressen. «Der olympische Sport darf nicht in pure Geschäftemacherei ausarten.» Rückendeckung sicherte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zu: «Sie können unserer Unterstützung sicher sein, insbesondere bei der wichtigen Aufgabe, weltweit offensiv die Doping-Bekämpfung durchzusetzen und für Transparenz mit Blick auf die Probleme im Sport zu sorgen.»

Mit dem Beginn seiner Amtszeit als IOC-Chef läuft auch Bachs Ära an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes ab. Am kommenden Dienstag wird sein Rücktritt bei einer Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main erwartet. «Es ist schade, weil wir einen großartigen DOSB-Präsidenten verloren haben, aber großartig, dass wir einen IOC-Präsidenten aus Deutschland gewonnen haben», erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

FIFA-Präsident Joseph Blatter freut sich jedenfalls schon auf die Zusammenarbeit. «Er hat meine und die volle Unterstützung des Fußballs», versicherte der Chef des Weltfußballverbandes.

Unter den Aktiven ist unterdessen die Hoffnung groß, dass ein Deutscher als weltweit ranghöchster Sportfunktionär auch dem deutschen Sport guttut. «Wie ich finde eine gute Wahl», twitterte Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe. «Wir sind gespannt was passiert», meinte Hockey-Nationalspieler Moritz Fürste. Und Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel meinte: «Etwas feiern ist erlaubt! Danach ab an die Arbeit - es ist viel zu tun!»