Recht auf Kenntnis des Erzeugers vor Verfassungsgericht

Mit der Suche einer Frau nach ihrem leiblichen Vater befasst sich das Bundesverfassungsgericht. Die 1950 geborene Beschwerdeführerin will wissen, ob ein Mann, den ihre Mutter als leiblichen Vater genannt hatte, das wirklich ist.

Recht auf Kenntnis des Erzeugers vor Verfassungsgericht
Uli Deck Recht auf Kenntnis des Erzeugers vor Verfassungsgericht

Der Betroffene lehnt eine genetische Abstammungsuntersuchung jedoch ab. Der Fall ist schwierig, da die 1972 gestorbene Mutter bereits 1955 vor dem Landgericht mit der Forderung nach Feststellung der Abstammung gescheitert war. Der Mann hatte die Geburt beim Standesamt angezeigt, die Vaterschaft aber nie anerkannt.

Die Tochter war 2009 mit ihrer Forderung nach einem DNA-Test bei dem 1927 geborenen Mann gescheitert und hatte in der Folge mit Klagen vor dem Amtsgericht und dem Oberlandesgericht keinen Erfolg. Das Gesetz sieht ein Recht auf eine Abstammungserklärung nur gegenüber dem rechtlichen Vater vor (Az.: 1 BvR 3309/13).