Rechte «Identitäre Bewegung» besetzt Brandenburger Tor

Rechte Aktivisten haben das Brandenburger Tor in Berlin besetzt. Bis zu neun Menschen kletterten auf das symbolträchtige Bauwerk, wie eine Polizeisprecherin sagte. Einige seien bis auf die Quadriga gelangt. Einige Zeit später räumten die Demonstranten das Bauwerk wieder.

Rechte «Identitäre Bewegung» besetzt Brandenburger Tor
Bernd Von Jutrczenka Rechte «Identitäre Bewegung» besetzt Brandenburger Tor

Auf Transparenten und Flyern bekannte sich die rechte «Identitäre Bewegung» zu der Aktion. Die Gruppe wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Sie wendet sich gegen vermeintliche Überfremdung und Islamisierung. Unter der Quadriga hing ein Transparent mit der Aufschrift «Sichere Grenzen - sichere Zukunft». Polizeibeamte waren vor Ort, um die Situation zu klären.

Spontan gab es auf dem Pariser Platz Proteste. Sprechchöre wie «Nazis raus» wurden gegen das Auftreten der «Identitären Bewegung» skandiert.

Auf ihrer Facebook-Seite schrieb die rechte Gruppe, sie habe für ihre Aktion bewusst den Tag der offenen Tür der Bundesregierung zum Thema Migration und Integration gewählt. Ziel sei gewesen, ein «deutliches Zeichen gegen die verfehlte Politik der Bundesregierung zu setzen, die nach wie vor geltendes Recht bricht und im Zuge der Migrationskrise völlig versagt hat».

Der Verfassungsschutz sieht bei der «Identitären Bewegung» Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Gruppierung hat französische Wurzeln und ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv.