Regeln und Reformen: So geht es weiter mit der FIFA

Was erwartet die FIFA unter dem neuen Präsidenten Gianni Infantino? Auf den überraschenden Wahlsieger warten bereits in den ersten Wochen und Monaten seiner Amtszeit mehrere wichtige Aufgaben.

Regeln und Reformen: So geht es weiter mit der FIFA
Ennio Leanza Regeln und Reformen: So geht es weiter mit der FIFA

„Die Wahl ist durch, jetzt blättern wir um", versprach Infantino. „Ich werde der ganzen Welt zeigen, dass ich kein Kandidat Europas bin, sondern ein Kandidat des Fußballs." So geht es beim Fußball-Weltverband weiter.

Videobeweis

Beim Treffen der Fußball-Regelhüter stehen am kommenden Wochenende brisante Themen wie die Entscheidung über mögliche Tests für den Videobeweis auf der Agenda. Darüber hinaus geht es bei der Jahresversammlung des International Football Association Board in Cardiff auch um die Dreifachbestrafung oder den Einsatz von Strafbänken.

Für Infantino ist es der erste wichtige Termin mit einer maßgeblichen Entscheidung als FIFA-Vertreter, der Weltverband besitzt vier der acht Stimmen in dem Gremium. Jede Änderung der Fußball-Regeln muss mit einer Dreiviertelmehrheit beschlossen werden. Pikant: Der gesperrte UEFA-Präsident Michel Platini, Infantinos Förderer, wehrte sich immer strikt gegen technische Hilfsmittel. Der Schweizer kann nun dem langfristigen weltweiten Einsatz des Videobeweises den Weg ebnen.

Reformen

Erleichtert reagierte die FIFA, dass ihre Mitgliedsverbände dem umfangreichen Reformpaket mit einer Machtbeschränkung des Präsidenten und der Exekutive zustimmten. Binnen 60 Tagen müssen die Maßnahmen jetzt umgesetzt werden. „Manche Dinge müssen auch morgen greifen, es muss die Organisation anders transparent gelebt werden", forderte DFB-Interimschef Rainer Koch direkt nach der Wahl Infantinos. „Transparenz bedeutet, dass es nicht mehr Entscheidungen von einigen ganz wenigen sind, die von allen anderen abgenickt werden."