Regierung hält an Frauenquote fest

Die Bundesregierung wird trotz der Einwände einiger Unionspolitiker an der geplanten Frauenquote für Aufsichtsräte festhalten. Er könne zwar keinen genauen Zeitplan für die Verabschiedung des Gesetzentwurfs nennen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Er betonte jedoch: «Der Koalitionsvertrag wird umgesetzt.» Der Auffassung einiger Wirtschaftsverbände und konservativer Politiker, wonach die Quote die Unternehmen automatisch belaste, schloss er sich nicht an.

Die Debatte um die 30-Prozent-Quote, die ab 2016 für 108 börsennotierte und voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen gelten soll, war am Dienstag erneut aufgeflammt, nachdem die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose gesenkt hatte. Wann über das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Mann und Frau in Führungspositionen im Kabinett entschieden wird, ist noch unklar. Federführend ist das Ressort von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD).