Regierung: Oft längere Wege zum Supermarkt auf dem Land

In ländlichen Regionen Deutschlands müssen viele Kunden inzwischen längere Wege zum nächsten Supermarkt auf sich nehmen.

Regierung: Oft längere Wege zum Supermarkt auf dem Land
David Ebener Regierung: Oft längere Wege zum Supermarkt auf dem Land

Zu Fuß erreichbar sind Läden mit Produkten des täglichen Bedarfs noch für drei Viertel der Menschen in kleinen Städten und Orten auf dem Land, wie das Bundesagrarministerium nach Daten für 2010 auf eine Grünen-Anfrage antwortete.

Allerdings galt dies 1990 laut einer Befragung noch für 93 Prozent, heißt es in der im Internet veröffentlichten Antwort. Fußläufig erreichbar heißt zum Beispiel, dass der nächste Laden weniger als einen Kilometer entfernt ist.

Per Auto sind Lebensmittelgeschäfte aber auch in dünn besiedelten Gebieten relativ schnell zu erreichen. Nur ein Promille der Menschen in Stadt und Land brauche dafür mehr als 15 Minuten Fahrtzeit. Die Konzentration des Einzelhandels zeige sich in Städten wie auf dem Land, erläuterte das Ministerium. Laut Eurohandelsinstitut (EHI) sei die Zahl der Lebensmittel-Verkaufsstellen in ganz Deutschland zwischen 1966 und 2013 von 150 000 auf 38 600 gesunken.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel sagte der «Saarbrücker Zeitung» (Freitag), die Zahl Hochbetagter werde weiter steigen. Diese Menschen könnten sich auf dem Land «immer schlechter selbstständig versorgen».