Regierungschefs wollen vom Bund mehr Geld für Geflüchtete

Die Regierungschefs von Brandenburg und Thüringen haben vor den Koalitionsgipfel zur Flüchtlingskrise mehr Geld vom Bund gefordert.

Regierungschefs wollen vom Bund mehr Geld für Geflüchtete
Michael Kappeler Regierungschefs wollen vom Bund mehr Geld für Geflüchtete

Es bedürfe eines schnellen Nachschlags, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) der «Rheinischen Post». «Es darf nicht sein, dass der Bund seine schwarze Null zu Lasten der Länder sichert.»

Auch der Thüringer Regierungschef, Bodo Ramelow (Linke), verlangte eine höhere Beteiligung des Bundes. «Wir sind gerne bereit viel Geld mit dazuzugeben», sagte er dem Radiosender MDR Jump. «Aber was nicht geht ist, dass das «Wir schaffen das» von Berlin aus verkündet wird, aber der Bundesfinanzminister so tut, als hätte er nichts gehört.»

Unter hohem Druck ringen die Spitzen der großen Koalition in Berlin um Lösungen in der Flüchtlingspolitik. Dazu werden sich zunächst die Parteichefs Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel treffen. Später kommt Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen.