Reker-Attentat: Kölns Oberbürgermeisterin als Zeugin

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker trifft an diesem Freitag auf den Mann, der ihr im vergangenen Oktober ein Messer in den Hals gerammt hat.

Reker-Attentat: Kölns Oberbürgermeisterin als Zeugin
Federico Gambarini Reker-Attentat: Kölns Oberbürgermeisterin als Zeugin

Reker soll vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf im Prozess gegen Frank S. als Zeugin aussagen. Der 44-Jährige hat die Messerattacke bereits gestanden. Ihm droht wegen versuchten Mordes lebenslange Haft.

Bei einem Wahlkampftermin in Köln hatte der Angeklagte Reker nach einer Rose gefragt und ihr dann ein Jagdmesser in den Hals gestoßen. Reker überlebte das Attentat einen Tag vor der Oberbürgermeisterwahl lebensgefährlich verletzt. Während sie an die Spitze der größten Stadt Nordrhein-Westfalens gewählt wurde, lag sie im künstlichen Koma.

Der arbeitslose Maler und Lackierer war unmittelbar nach dem Angriff auf Reker am Tatort festgenommen worden. Er bestreitet allerdings den Vorwurf des versuchten Mordes: Er habe die heute 59-Jährige nur verletzen wollen.

Die parteilose Oberbürgermeisterin war vor ihrer Wahl als Sozialdezernentin für die Unterbringung der Flüchtlinge in Köln zuständig. Mit dieser Arbeit war Frank S., der früher der rechtsextremen Szene angehört hatte, nicht einverstanden: Er habe gegen Rekers Flüchtlingspolitik ein Zeichen setzen wollen, hatte er ausgesagt.