Rekord beim Krankengeld: Ausgaben kontinuierlich gestiegen

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für das Krankengeld sind in den vergangenen rund zehn Jahren kontinuierlich gestiegen.

Die Kosten kletterten jährlich im Schnitt 8,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das zeigt ein vorgestelltes Gutachten des Sachverständigenrats für das Gesundheitswesen.

Etwa die Hälfte der Ausgaben gehe auf gestiegene Beschäftigung, Löhne und Lebensarbeitszeit zurück, erläuterte der Vorsitzende Ferdinand M. Gerlach. Doch auch eine Zunahme etwa psychischer Erkrankungen schlage zu Buche. Um die Ausgaben in den Griff zu bekommen und den Versicherten mehr Flexibilität zu geben, schlugen die Experten ein Teil-Krankengeld vor. Patienten sollten zum Beispiel zu 50 Prozent arbeiten gehen können und dafür Lohn erhalten. Die andere Hälfte des Einkommens solle von der Krankenkasse kommen.