Rekordjagd der Wall Street zieht deutsche Aktien mit

Der Optimismus an den US-Börsen springt auf Deutschland über. Nachdem der Dax bereits zum Wochenauftakt deutliche Gewinne eingefahren hatte, gewann der Frankfurter Leitindex am Dienstagvormittag weitere 0,44 Prozent auf 9392,75 Punkte hinzu.

Der Dax wurde dabei von der Wall Street mitgezogen. Weiter angetrieben von der noch sehr lockeren Geldpolitik und einer recht robusten US-Wirtschaft hatte der Leitindex des New Yorker Aktienmarktes, der Dow Jones Industrial, am Vorabend zum vierten Mal in Folge einen neuen Rekordstand erklommen.

Auch die auslaufende Berichtssaison gab dem Dax weiteren Auftrieb. Der Quartalsbericht des Konsumgüterherstellers Henkel kam bei den Anlegern gut an. Der Autobeleuchtungsspezialist Hella legte in diesem Umfeld einen erfolgreichen Börsengang hin.

Die Aktien des Autozulieferers Hella KGaA Hueck & Co. starteten den Handel mit 27,50 Euro. Ausgewählte Investoren hatten in den vergangenen Wochen bei Privatplatzierungen rund 11,1 Millionen Aktien für 25 Euro pro Stück und in einem zweiten Schritt 5,75 Millionen Aktien für 26,50 Euro gekauft. Das Unternehmen strebt in den MDax.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verbesserte sich am Dienstagvormittag um 0,20 Prozent auf 16 357,70 Punkte. Der TecDax der Technologiewerte zog um 0,79 Prozent auf 1285,69 Punkte an.

Henkel konnte im dritten Quartal dank Waschmitteln und Klebstoffen den Umsatz leicht steigern. Zugute kam dem Hersteller von Persil-Waschmittel, Loctite-Klebern und Schwarzkopf-Shampoo vor allem das Geschäft in den Schwellenländern. Die Anleger trieben die Aktie um gut 4 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte September - sie freuten sich dabei vor allem über das leicht angehobene Profitabilitätsziel.

Auch die Aktien von Hochtief und der Aareal Bank reagierten mit fast 2 Prozent Aufschlag positiv auf die Quartalsberichte.

Ein Aktienverkauf durch Goldman Sachs und KKR drückte den Kurs von Kion derweil um 6 Prozent nach unten. Die beiden früheren Eigentümer des Gabelstapler-Herstellers haben sich über ihre gemeinsame Holding Superlift von acht Millionen Anteilen getrennt und dabei laut Börsianern nur das untere Ende ihres angestrebten Preisniveaus erhalten.