Rekordzahl: 83 Länder im Rennen um Auslands-Oscar

So umkämpft war der sogenannte Auslands-Oscar noch nie: 83 Länder bewerben sich für 2015 um den Oscar in der Sparte «nicht-englischsprachiger Film». Dies sei eine Rekordzahl, teilte die Oscar-Akademie im kalifornischen Beverly Hills mit.

Zu den Kandidaten gehören erstmals Beiträge aus Kosovo, Malta, Mauretanien und Panama. Zur Oscar-Verleihung 2014 waren Filme aus 76 Ländern Filme eingereicht worden. Am 15. Januar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl kommen. Die 87. Preisverleihung geht dann am 22. Februar über die Bühne.

Deutschland hat im August die Dreiecksgeschichte «Die geliebten Schwestern» von Dominik Graf ausgewählt. Das auf wahren Begebenheiten beruhende Kino-Epos schildert die gefährliche Liebschaft des Dichters Friedrich Schiller mit zwei Frauen.

Bei der letzten Oscar-Verleihung war kein deutscher Film im Rennen. Das Stasi-Drama «Zwei Leben» von Regisseur Georg Maas hatte es zwar in eine vorläufige Runde von neun Kandidaten geschafft, nicht aber in die Endauswahl der fünf Anwärter. Gewonnen hatte der italienische Film «La Grande Bellezza - Die große Schönheit».

Französischer Oscar-Kandidat für das kommende Jahr ist «Saint Laurent». Belgien tritt mit «Zwei Tage, eine Nacht» an, Österreich mit «Das finstere Tal», Schweden setzt auf «Höhere Gewalt».

Bislang gab es drei deutsche Erfolge in der Oscar-Kategorie «nicht-englischsprachiger Film»: 1980 holte Volker Schlöndorffs Verfilmung des Günter-Grass-Romans «Die Blechtrommel» die Trophäe, Caroline Link triumphierte 2003 mit «Nirgendwo in Afrika» und Florian Henckel von Donnersmarck gewann 2007 mit seinem Stasi-Drama «Das Leben der Anderen».