Rendezvous von «Cygnus»-Transporter und ISS verschoben

Ein Computerproblem verzögert das Ankoppeln eines Raumtransporters mit Essen und Kleidung an die Internationale Raumstation ISS. Die von der privaten Firma Orbital Sciences entwickelte neue «Cygnus»-Kapsel befindet sich auf ihrer ersten Reise zur ISS.

Sie sollte am Sonntag vom Kranarm der Station eingefangen werden und danach am Außenposten im All anlegen. Aber dann tauchte vor Beginn des Manövers beim Datenaustausch zwischen dem anfliegenden Besuch und der Station ein Problem auf, wie die Nasa mitteilte. Das Manöver sei daher um 48 Stunden auf Dienstag verschoben worden.

Der Raumtransporter war am Mittwoch mit einer Antares-Rakete vom Weltraumbahnhof Wallops Island im US-Staat Virginia gestartet. Er hat rund 600 Kilogramm Ausrüstung, unter anderem Essen und Kleidung, an Bord. Aber da es sich um einen Testflug handelt, ist es keine Ladung, die von den ISS-Bewohnern dringend benötigt wird.

«Cygnus» soll etwa einen Monat an der ISS angedockt bleiben und dann mit rund 750 Kilogramm Fracht - unter anderem Müll und wissenschaftlichen Experimenten - wieder zur Erde zurückkehren. Bis 2016 plant Orbital Sciences laut Vertrag mit der Nasa acht Missionen zur ISS, bei denen insgesamt 20 Tonnen Fracht transportiert werden sollen.

Der «Cygnus»-Transporter ist erst der zweite private Raumfrachter, der sich zur ISS aufmacht. Der von der Firma SpaceX entwickelte «Dragon»-Transporter hat bereits zwei Versorgungsflüge zur ISS hinter sich. Bis 2016 sind mindestens zwölf weitere «Dragon»-Flüge geplant, der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von rund 1,6 Milliarden Dollar (etwa 1,2 Milliarden Euro).