Renzi: Europa nach Brexit nicht am Ende

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zum Dreiergipfel mit dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi und französischen Präsidenten François Hollande in Italien eingetroffen.

Renzi: Europa nach Brexit nicht am Ende
Wolfgang Kumm Renzi: Europa nach Brexit nicht am Ende

Sie wurde auf dem Flughafen in Neapel mit militärischen Ehren begrüßt. Kurz darauf landete auch das Flugzeug mit Hollande an Bord.

Die drei Staats- und Regierungschefs wollten auf der Insel Ventotene und einem davor positionierten Flugzeugträger über die Zukunft Europas nach dem Brexit-Votum beraten. Italiens Regierungschef Renzi hat für Europa starke Maßnahmen für ein wirtschaftliches Wachstum gefordert. «Viele haben gedacht, nach dem Brexit ist Europa am Ende», sagte er. «Aber es ist nicht so. Wir haben den Willen, Zukunftsgeschichte zu schreiben.»

Rund um den Gipfel herrschten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Die Staats- und Regierungschefs besuchen auch das Grab des italienischen Antifaschisten Altiero Spinelli, der auf der kleinen Insel während des Zweiten Weltkriegs als Gefangener gemeinsam mit anderen ein Manifest für ein vereintes Europa geschrieben hatte. Er gilt als Vordenker der Europäischen Union.

Es ist das zweite Treffen dieser Art: Merkel, Hollande und Renzi waren bereits Ende Juni nach dem Nein der Briten zu einer EU-Mitgliedschaft in Berlin zusammengekommen. Das Treffen soll auch zur Vorbereitung auf den informellen Gipfel der 27 EU-Staaten ohne Großbritannien in Bratislava am 16. September dienen.