Ribéry lässt Bayern beim 1:0 gegen Frankfurt jubeln

Der FC Bayern hat sich dank Franck Ribéry auf dem Weg zum vierten Meistertitel in Serie gegen Eintracht Frankfurt schadlos gehalten. Ribérys zweites Saisontor in der 20. Minute reichte den Münchnern zum 1:0 (1:0)-Sieg.

Ribéry lässt Bayern beim 1:0 gegen Frankfurt jubeln
Tobias Hase Ribéry lässt Bayern beim 1:0 gegen Frankfurt jubeln

Während der Tabellenvorletzte von Trainer Niko Kovac, der von 2001 bis 2003 in München aktiv war, weiter allergrößte Abstiegssorgen hat, setze der Spitzenreiter vor 75 000 Zuschauern seine starke Bilanz fort. Die vergangenen 14 Partien nach einer Länderspielpause konnte der Rekordmeister alle gewinnen, in 18 von 19 Pflichtspielen in dieser Saison zu Hause gab es Siege.

Vor dem Duell am Dienstag in München mit Portugals Tabellenführer Lissabon, der seine Generalprobe mit 5:1 gegen Braga gewann, hatten die Bayern als bestes Heimteam gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft kaum Mühe. Trainer Pep Guardiola konnte die Belastung der Stars gut verteilen und ließ Douglas Costa, Arturo Vidal oder Joshua Kimmich lange oder ganz auf der Bank, Robert Lewandowski konnte früher Feierabend (70.) machen. Nach zwei Monaten Verletzungspause durfte Javi Martínez ein Comeback ohne große Bewährungsproben geben.

Unerwartet oft versuchten die Bayern, mit langen Bällen durch Thiago, Ribéry oder Xabi Alonso hinter die 5-4-1-Formation der Eintracht zu kommen. Beim Führungstreffer brachte eine andere Angriffsvariante den Erfolg. Götze führte den Ball ungestört durch die Frankfurter Hälfte und zog ab. Den 18-Meter-Schuss des Länderspieltorschützen Götze parierte Keeper Lukas Hradecky noch, beim artistischen Seitfallzieher Ribérys aus der Distanz war der Finnlands Nationaltorwart machtlos.

Götze holte sich gleich nach dem 1:0 weitere taktische Instruktionen an der Seitenlinie von Guardiola ab. Der 23-Jährige, der nach seiner Verletzung Anfang Oktober in diesem Jahr zuvor bei den Münchnern nur auf 53 Liga-Minuten gegen Bremen gekommen war, zeigte sich eifrig und ging dabei körperbetont zur Sache. Alleine in der Anfangsphase gingen vier Fouls auf Mario Götzes Konto, der in der 85. Minute vom Feld ging.

Mehr glänzen konnte Ribéry, den die Bayern vor dem Anpfiff noch nachträglich mit einem großen Blumenstrauß für sein 200. Liga-Spiel ehrten. Der Franzose war Torschütze, Antreiber und sogar Aushilfe in der Defensive.

Von den defensiven, aber auch nicht ehrfürchtigen Gästen ging fast keine Gefahr aus. Szabolcs Huszti (46.) verfehlte aus spitzem Winkel das Tor von Manuel Neuer, der zum 150. Mal ohne Gegentor blieb. Öfter glückte das nur Oliver Kahn und Oliver Reck.

Auf der Gegenseite war es für Hradecky dagegen nie wirklich ruhig, aber es hagelte auch keine Torchancen. Alonso (52./66.) scheiterte in seinem 50. Bundesligaspiel an der Latte und Torhüter. Juan Bernat (53.) verpasste nach starkem Zuspiel von Thiago gegen den Eintracht-Keeper ebenfalls das 2:0 wie Müller nach einem Einwurf in der Schlussphase (90.). Auf der Gegenseite hatte Sonny Kittel (82.) den überraschenden Ausgleich auf dem Fuß.