«Ring»-Zyklus beendet: Beifallsstürme für Petrenko

Mit einem Beifallsorkan, begeisterten Pfiffen und Fußgetrampel ist der erste von Kirill Petrenko in München dirigierte «Ring»-Zyklus zu Ende gegangen. Am meisten Applaus heimste, sichtlich erschöpft, am Freitagabend wieder Petrenko selbst ein.

«Ring»-Zyklus beendet: Beifallsstürme für Petrenko
Victoria Bonn-Meuser «Ring»-Zyklus beendet: Beifallsstürme für Petrenko

Er hatte das Bayerische Staatsorchester mit gewohnter Akribie durch die rund fünfstündige Partitur von Wagners «Götterdämmerung» gelotst, dem letzten Teil der Trilogie «Der Ring des Nibelungen». Der Zyklus war die Wiederaufnahme einer 2012 herausgekommenen Inszenierung von Andreas Kriegenburg.

Sängerisch machte im Münchner Nationaltheater der vor Kraft strotzende US-Heldentenor Stephen Gould als Siegfried den besten Eindruck, dicht gefolgt von Petra Lang als Brünnhilde, Hans-Peter König als Hagen, Anna Gabler als Gutrune und Alejandro Marco-Buhrmester als Gunther. Das Ensemble war auch in den weniger wichtigen Rollen wie denen der Nornen oder der Rheintöchter exzellent besetzt.

Petrenko hat zuletzt als «Ring»-Dirigent bei den Bayreuther Festspielen Furore gemacht, wo er 2013 zusammen mit dem Regisseur Frank Castorf die «Ring»-Neuinszenierung zum 200. Geburtstag Wagners herausbrachte. Petrenko wird in diesem Sommer den Castorf-«Ring» zum letzten Mal dirigieren, um sich noch stärker auf seine Aufgabe als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper konzentrieren zu können.