Robben sichert Bayern 1:0-Pflichtsieg bei Hertha BSC

Den imposanten wirtschaftlichen Zahlen folgte nur ein Pflichtsieg: Dank Arjen Robben bleibt Bayern München in der Fußball-Bundesliga der FC Unbesiegbar.

Robben sichert Bayern 1:0-Pflichtsieg bei Hertha BSC
Lukas Schulze Robben sichert Bayern 1:0-Pflichtsieg bei Hertha BSC

Der Niederländer sorgte mit seinem Treffer in der 27. Minute am 13. Spieltag für einen glanzlosen, aber verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg des deutschen Rekordmeisters bei Hertha BSC. Für die Bayern, die erstmals einen Saison-Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro verkünden konnten, war es bereits der 16. Sieg im 20. Saison-Pflichtspiel.

John Anthony Brooks hätte drei Minuten vor dem Ende im mit 76 197 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion für die Überraschung sorgen können. Doch der Schuss des Berliners ging über das Bayern-Tor. So bleiben die Münchner in der Tabelle mit nun 33 Punkten weit vor der Konkurrenz; Hertha steht mit 14 Zählern weiter auf Rang 13.

Gleich in der 2. Spielminute hätte Robert Lewandowski für einen ähnlich furiosen Start sorgen können wie im März, als die Bayern in der Hauptstadt schon nach 14 Minuten mit 2:0 geführt und dann mit 3:1 den frühesten Meistertitel in der Bundesliga-Geschichte perfekt gemacht hatten. Doch der Pole konnte eine gute Möglichkeit genauso wenig nutzen wie später die Kollegen Thomas Müller (18. und 21.), Robben (22., 38.), Juan Bernat (35.) und nochmals Lewandowski (39.).

Als Robben nach Zuspiel von Mario Götze und Hackenverlängerung von Müller mit einem Linksschuss ins lange Ecke das Berliner Defensivbollwerk knackte und zu seinem sechsten Saisontor traf, hatten die Statistiker unglaubliche 82 Prozent Ballbesitz, 270:69 Pässe und 67:23 Prozent gewonnene Zweikämpfe für die in Halbzeit eins total überlegenen Gäste registriert.

Die Gastgeber, die letztmals im Februar 2009 gegen die Bayern gewinnen konnten (2:1), konzentrierten sich zunächst nur auf Schadensbegrenzung. Das allerdings praktizierten die Berliner durchaus geschickt, stellten die Räume immer wieder zu, doppelten den ballführenden Münchner und nervten mit enger Begleitung.

Bayern-Coach Pep Guardiola hatte nach dem unglücklichen 2:3 der Bayern in der Champions League bei Manchester City mit Götze, Müller, Franck Ribéry, Robben und Lewandowski im kalten Berlin zwar fünf ständig rochierende Offensivkräfte aufgeboten. Richtig warm lief die Bayern-Maschine aber selten. Lewandowski scheiterte frei am Ex-Bayern Thomas Kraft (82.).

Hertha brachte bis zur Pause zwar keinen einzigen Torschuss zustande, sieht man von der verschenkten Freistoßchance nach 42 Minuten ab. Marcel Ndjeng, zuletzt noch umjubelter Siegtorschütze beim 2:1 in Köln, lupfte den Ball lasch direkt in die Arme des lange beschäftigungslosen Bayern-Keepers Manuel Neuer. Doch mit ablaufender Spielzeit stieg der Mut bei den Berlinern.

Einen Freistoß des eingewechselten Ronny aus 35 Metern - Bayern verzichtete auf eine Mauer - konnte Neuer erst nach zweitem Zupacken festhalten (71.). Zuvor hatte der Weltmeister-Torhüter bereits per Kopf vor dem eigenen Strafraum klären müssen.

Bayern schaukelte den 34. Sieg im 58. Bundesliga-Duell mit Hertha ohne größere Kraftanstrengung über die Zeit. «Wenn man hoch verlieren würde, wäre es keine schöne Angelegenheit», hatte Hertha-Coach Jos Luhukay vor der Partie erklärt. Das blieb seinem Team zumindest erspart.