Papst warnt in Öko-Enzyklika vor «selbstmörderischem» Verhalten

Papst Franziskus hat in seiner neuen Enzyklika ein «selbstmörderisches» Verhalten der Konsum- und Wegwerfgesellschaft angeprangert.

«Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil, da er unhaltbar ist, nur in Katastrophen enden kann», schreibt der Papst in seinem Öko-Weltrundschreiben «Laudato si», das heute erschienen ist.

Angesichts des Klimawandels kritisierte Franziskus Politik und Wirtschaft scharf. «Auffallend ist die Schwäche der internationalen politischen Reaktion. Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolglosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen.» Eine ökologische Umkehr sei notwendig.

Die Enzyklika - eines der wichtigsten Lehrschreiben der katholischen Kirche - ist die erste, die Franziskus alleine geschrieben hat. Das vorherige Schreiben hatte der Argentinier noch mit seinem Vorgänger Benedikt XVI. verfasst.