Roma, City oder Moskau? Drei Teams hoffen noch   

Manchester City oder AS Rom? Oder doch Außenseiter ZSKA Moskau? Im spannendsten Vorrunden-Finale haben in der Bayern-Gruppe E noch alle drei Konkurrenten Chancen auf das Champions-League-Achtelfinale.

Roma, City oder Moskau? Drei Teams hoffen noch   
Philip Richards Roma, City oder Moskau? Drei Teams hoffen noch   

Die besten Aussichten haben die Römer, der größte Druck lastet auf ManCity. «Es ist schwer, dort zu gewinnen, aber wenn wir spielen wie zuletzt, haben wir eine gute Chance», sagte der argentinische Außenverteidiger Pablo Zabaleta vom englischen Fußball-Meister vor der «großartigen Nacht» in Rom.

Die Voraussetzungen sind klar, aber kompliziert: Der FC Bayern ist längst als Gruppensieger für die erste K.o.-Runde qualifiziert. Gewinnt der AS Rom im Olympiastadion gegen ManCity, begleiten die Römer den deutschen Rekordmeister in das Achtelfinale. Und für ManCity wäre bei einer Niederlage am Tiber nicht nur der Traum von Europas Krone einmal mehr vorzeitig geplatzt. Das Millionen-Ensemble dürfte dann noch nicht einmal in der Europa League weiterspielen.

Selbst bei einem Sieg müssen die Engländer hoffen, dass ZSKA nicht gewinnt. Oder sie müssen ein Unentschieden mit Toren erreichen und auf eine Moskauer Niederlage setzen. Dabei war Coach Manuel Pellegrini mit dem Scheich-Club, der am Dienstag sein neues 200 Millionen Pfund teures Trainingszentrum eröffnete, nach drei enttäuschenden Spielzeiten in der Königsklasse mit dem Ziel angetreten, die Trophäe zu holen. Bisher scheiterte der Club zweimal in der Gruppenphase, zuletzt kam das Aus im Achtelfinale.

Allerdings ist die Stimmung vor dem entscheidenden Duell getrübt. Zwar ist ManCity in der Premier League seit fünf Spielen ungeschlagen und konnte den Rückstand auf Spitzenreiter FC Chelsea auf drei Punkte reduzieren, überschattet wurde diese Serie aber durch die Knieverletzung von Torjäger Sergio Agüero.

Der Argentinier, der beim 3:2 über die Bayern alle drei Tore erzielte und in dieser Saison bereits 19 Mal getroffen hat, wird das Duell in Rom genau wie der gesperrte Yaya Touré verpassen. Einen Schub bekam das Selbstvertrauen dennoch: Unter anderem kehrten David Silva, Vincent Kompany und Stevan Jovetic ins Mannschaftstraining zurück.

Auch für Rom geht es um einiges. «Alles in einer Nacht. Das Weiterkommen in der Champions League, mindestens 10 bis 12 Millionen in den Vereinskassen, die Transfers im Januar, das Zurückerobern der verlorenen Sicherheiten. Gegen Manchester City geht es für Rom um all das», schrieb «Tuttosport». «Drei Tage Feuer: Juve, Roma und die Europa League: Für den italienischen Fußball sind das die drei wichtigsten Tage seit der WM», meinte «Gazzetta dello Sport».

Für das Gruppen-Finale hat der Zweite der italienischen Liga am vergangenen Wochenende Kapitän Francesco Totti geschont. «Wir haben gute Möglichkeiten, eine Runde weiterzukommen. Wir sind eine große Mannschaft. Das müssen wir zeigen. Ich erwarte im Stadion eine Hölle», sagte Alessandro Florenzi.