Rottweiler verletzt Vierjährige lebensgefährlich

Ein vierjähriges Mädchen ist beim Angriff eines Rottweilers in Sachsen-Anhalt lebensgefährlich verletzt worden. Der Hund habe das Kind in Hals und Kopf gebissen, nachdem es gestürzt war, wie die Polizei mitteilte.

Rottweiler verletzt Vierjährige lebensgefährlich
Bernd Thissen Rottweiler verletzt Vierjährige lebensgefährlich

Wenige Stunden nach dieser Nachricht stehen in Duisburg eine Rottweiler-Halterin und die Gassigängerin des Hundes am Freitag vor dem Amtsgericht. Ihr Hund hatte im Juli 2015 ein zweijähriges Mädchen angefallen und ihm dabei fast die gesamte Kopfhaut abgerissen.

Bei dem Angriff in Sachsen-Anhalt hatte die 66 Jahre alte Hundehalterin mit dem Kind einer befreundeten Familie ein Wohnhaus in Seeland-Schadeleben betreten. Drinnen lief der Hund auf das Mädchen zu, da er - anders als sonst - nicht in einem Nebenraum eingeschlossen war. Bei der Begrüßung des Hundes stürzte das Kind, woraufhin der Rottweiler mehrfach zubiss.

Die Vierjährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über das Schicksal des Hundes entscheidet nun das Veterinäramt. Gegen die Besitzerin wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Der Prozess in Duisburg um die Attacke auf die Zweijährige ist schon der dritte Versuch, den lebensgefährlichen Angriff aufzuklären. Zwei Prozesse waren zuvor geplatzt - zuletzt, weil das Gericht 27 Zeugen geladen hatte. Darauf war die Verteidigung nicht vorbereitet gewesen.

Der Rottweiler hatte das Mädchen im vergangenen Sommer angegriffen - er war nicht angeleint und trug keinen Maulkorb. Das Kind wird sein Leben lang von Narben am Kopf gezeichnet bleiben. Zum Prozessauftakt haben die beiden Angeklagten die Eltern des Mädchens über ihre Verteidiger um Verzeihung gebeten. Persönlich wollen sie sich im Prozess nicht äußern.