Ruhani: Weg zur Lösung des Atomstreits geebnet

Der iranische Präsident Hassan Ruhani sieht den Weg zur Lösung des Streits um das iranische Atomprogramm als geebnet an.

«Die Rhetorik des Westens gegenüber dem Iran, auch die von Präsident (Barack) Obama, hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren drastisch geändert», sagte der moderate Kleriker am Freitag auf einer Pressekonferenz in New York. Seiner Einschätzung nach ist allein dies ein positiver Schritt zur Beilegung der Differenzen im Atomstreit. «Somit ist der Weg zu einem gegenseitigen Vertrauen im Atomstreit geebnet, und das Problem könnte auf dieser Basis auch bald beigelegt werden», fügte Ruhani hinzu.

Mit den Ergebnissen der ersten Atomverhandlungen sei er sehr zufrieden, aber die nächsten Schritte müssten von beiden Seiten akribisch und rational getan werden. Er habe auch keine Einwände gegen ein Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Obama. «Aber ohne eine adäquate Vorbereitung wäre solch ein Treffen nach fast 35 Jahren politischer Spannungen kompliziert geworden», sagte Ruhani.

Auch im Syrien-Konflikt wolle der Iran eine konstruktive Rolle spielen. Der Bürgerkrieg in Syrien sei gefährlich und alle sollten versuchen, einen militärischen Konflikt zu vermeiden. Nur in einem demokratischen Prozess könnten die Syrer die richtigen politischen Entscheidungen treffen, sagte Ruhani. Eine Einladung des Westens zu der nächsten Syrien-Konferenz würde Teheran sehr begrüßen, fügte er hinzu.