Ruhanis Gespräch mit Obama entzweit den Iran

Irans neuer Präsident Hassan Ruhani spaltet mit seinem moderaten Kurs gegenüber dem Westen die Menschen im eigenen Land. Bei seiner Rückkehr von der UN-Vollversammlung in New York wurde der als gemäßigt geltende Politiker auf dem Flughafen von Teheran von Anhängern wie Gegnern begrüßt.

Es kam zwischenzeitlich auch zu Tumulten zwischen beiden Gruppen, so dass die Polizei einschreiten musste.

Während Sympathisanten «Ruhani, wir danken dir» riefen, skandierten Gegner: «Nieder mit Amerika» und «keine Kompromisse mit den USA, sondern nur Kampf». Ein Mann versuchte, Ruhani mit einem Schuh zu treffen. Die Präsidentenkarosse sei später auch mit Eiern beworfen worden, berichteten Augenzeugen. Reporter vor Ort bestätigten diese Berichte jedoch nicht.

Ruhani versuchte, die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen: «In der Außenpolitik sollte man eine gewisse rationale Flexibilität haben, ohne jedoch die Prinzipien und nationale Würde zu vergessen», sagte er. Dies sei auch der Standpunkt des obersten Führers, Ajatollah Ali Chamenei, der von ihm vor seiner Reise nach New York eine «heroische Flexibilität» gefordert habe.