Ruhpolding-Sieger Lesser als «Edel-Fan» bei Damen-Staffel

Auf das große Finale am Sonntag beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding freut sich Massenstart-Sieger Erik Lesser ganz besonders.

Ruhpolding-Sieger Lesser als «Edel-Fan» bei Damen-Staffel
Matthias Balk Ruhpolding-Sieger Lesser als «Edel-Fan» bei Damen-Staffel

«Ich werde mir das Frauen-Rennen angucken. Ganz groß, als VIP im Zelt und werde das gute Essen genießen», kündigte der Weltmeister nach seinem Erfolg am Samstag in der ChiemgauArena an.

Im abschließenden Staffel-Wettkampf verzichtet Damen-Bundestrainer Gerald Hönig auf Franziska Hildebrand. Die zuletzt so erfolgreiche Skijägerin wird für die nächsten Aufgaben geschont. Nominiert für den letzten Wettbewerb in der bayerischen Biathlon-Hochburg wurden Vanessa Hinz als Startläuferin, Miriam Gössner, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier als Schlussläuferin. Die Damen-Staffel beginnt um 11.00 Uhr und wird vom ZDF und von Eurosport live übertragen.

Vielleicht wird sich «Edel-Fan» Lesser dann noch immer über sein blitzsauberes Rennen über 15 Kilometer freuen. Beim letzten Schießen kochte der Thüringer mit fünf Treffern sogar Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade ab. Wenig später wurde der Verfolgungs-Weltmeister von den 21 000 Zuschauern überschwänglich gefeiert. «Ich habe es geschafft, ein gutes Rennen abzuliefern. Das war mein Ziel. Dass da gleich der Sieg raus springt, hätte ich so jetzt nicht erwartet. Aber ich nehme es gerne als Beibrot mit.»

Wenig später lief Lesser mit gekreuzten Armen über die Ziellinie, der Olympia-Zweite im Einzel verwandelte die tief verschneite ChiemgauArena in einen Hexenkessel. «Das ist mittlerweile Standard, falls ich auf das Podium komme. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich meine Lieblings-Mannschaft aus Aue damit grüße», sagte er über seine Geste. Lesser ist ein großer Fan des Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue.

Zuvor konnten auch die deutschen Skijägerinnen jubeln. Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier liefen beim Massenstart-Sieg der überragenden Tschechin Gabriela Soukalova auf die Plätze zwei und drei. Maren Hammerschmidt wurde Fünfte.