Rund 1500 Euro pro Nase in Deutschland für Digitalprodukte

In Deutschland wird für Computer, Smartphones und andere Produkte der Digitalbranche deutlich weniger Geld als in den USA ausgegeben.

Mit einer Summe von 1476 Euro im vergangenen Jahr liegen die Einwohner der Bundesrepublik aber auf der Weltrangliste allerdings immerhin auf Platz vier, berichtet der Digitalverband Bitkom. Hinter dem Spitzenreiter USA mit umgerechnet 2468 Euro folgen von Großbritannien (1912 Euro) und Japan (1510 Euro). «Die Pro-Kopf-Ausgaben sind ein wichtiger Indikator für die Digitalisierung der Wirtschaft. Wenn wir zu den führenden Nationen aufschließen wollen, dann müssen wir unser Investitionstempo deutlich erhöhen», forderte sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben in Deutschland immerhin um ein Prozent gewachsen, während sie in anderen großen Industrienationen stagnieren oder leicht zurückgehen. In CeBIT-Partnerland China wachsen die Pro-Kopf-Ausgaben für Computer und Telekommunikation dagegen um 15 Prozent auf 229 Euro. 78 Prozent davon machen Kommunikationstechnik und -dienste aus. Der chinesische Telekommunikationsmarkt ist mit 247 Milliarden Euro mehr als viermal so groß, wie in Deutschland. Im ebenfalls bevölkerungsreichen Indien geben Einwohner im Schnitt 43 Euro im Jahr aus, in Russland 603 Euro.