Russische Regierung macht Islamisten für Anschläge verantwortlich

Für die Bombenanschläge in Wolgograd mit insgesamt mehr als 30 Toten hat die russische Regierung Extremisten aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus verantwortlich gemacht.

«Banditen» wie Islamistenführer Doku Umarow schickten «unter der Flagge des Dschihad» (Heiligen Krieges) immer neue Kämpfer in einen «Terrorkrieg», teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit.

«Wir werden unseren Kampf gegen einen bösen Feind konsequent fortsetzen», kündigte das Ministerium an. Die Anschläge seien mit Terrorattacken in Syrien, Afghanistan oder im Irak vergleichbar.

Zu den Selbstmordanschlägen in einem Bus sowie im Bahnhof von Wolgograd hat sich bisher niemand offiziell bekannt. Umarow hatte vor kurzem mit Attentaten gedroht, um die Olympischen Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar 2014) zu stören. Er will damit das Prestigeprojekt von Präsident Wladimir Putin treffen. Wolgograd liegt etwa 700 Kilometer von dem Schwarzmeerkurort Sotschi entfernt.