Russischer Automarkt bricht weiter ein

Die russische Wirtschaftskrise setzt dem seit Monaten angeschlagenen Automarkt im größten Land der Erde weiter heftig zu. Der Verkauf brach im Februar um fast 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, wie die Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) am Dienstag in Moskau mitteilte.

Russischer Automarkt bricht weiter ein
Karl-Josef Hildenbrand Russischer Automarkt bricht weiter ein

Wegen der Rubelschwäche und der Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt befürchten die Autobauer in Russland 2015 einen Absatzrückgang von 24 Prozent.

AEB-Autoexperte Jörg Schreiber meinte, das schwache Ergebnis zum Jahresbeginn sei erst der Anfang einer schwierigen Phase. Von Januar bis Ende Februar verkauften russische Händler demnach insgesamt knapp 250 000 Autos. Das entspricht einem Minus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Autobauer in Russland hoffen seit Jahren, Deutschland als größten Markt in Europa ablösen zu können. Im vergangenen Jahr behauptete das Riesenreich mit 2,49 Millionen verkauften Fahrzeugen knapp seinen zweiten Platz vor Großbritannien. Mit Abstand am meisten verkauft wird der heimische Lada. Zu den größten Marken gehören aber auch Renault, Toyota und VW.