Russland dringt auf breite Anti-Terror-Front

Trotz des Abschusses eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei strebt Moskau eine internationale Koalition im Kampf gegen den Terrorismus an.

Russland dringt auf breite Anti-Terror-Front
Michael Reynolds Russland dringt auf breite Anti-Terror-Front

Das betonte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow vor einem Treffen des französischen Präsidenten François Hollande mit Kremlchef Wladimir Putin heute in Moskau. Russland wolle eine «breite Anti-Terror-Front, eine echte Koalition», sagte Rjabkow der Agentur Interfax. Dazu gebe es keine Alternative.

Russland bewertet den Abschuss im türkisch-syrischen Grenzgebiet als geplante Provokation. Ein Ziel der Aktion vom Dienstag könne gewesen sein, die Bildung einer internationalen Koalition zu torpedieren, meinte Rjabkow. Dies dürfe nicht gelingen.

Am Mittwochabend berieten auch die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, über die Lage nach dem Abschuss. In dem Telefonat rief Kerry zur Deeskalation auf. Der Vorfall dürfe nicht dazu führen, dass die Spannungen zwischen Russland und der Türkei und in Syrien größer würden.

Putin empfängt Hollande heute zu Gesprächen über einen gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus. Die USA lehnen eine militärische Zusammenarbeit mit Russland ab, solange Moskau den syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt.