Russland konzentriert sich am Absturzort auf Ursachensuche

Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs in Ägypten will Russland die Suche nach weiteren sterblichen Überresten der 224 Opfer am Unglücksort am Donnerstagabend einstellen.

Russland konzentriert sich am Absturzort auf Ursachensuche
Khaled Elfiqi Russland konzentriert sich am Absturzort auf Ursachensuche

«Wir haben bisher 33 von 40 Quadratkilometern geprüft», sagte Zivilschutzchef Wladimir Putschkow am Morgen. Zur besseren Übersicht über das Trümmerfeld würden auch Drohnen sowie Weltraum-Satelliten eingesetzt. Mehrere Bergungsteams mit insgesamt 82 Helfern aus Russland seien auf der Sinai-Halbinsel im Dienst. Die Untersuchungen am Wrack, die Aufschluss über die Ursache der Katastrophe geben sollen, würden auf unbestimmte Zeit fortgesetzt, sagte Putschkow.

Zum jüngsten Verdacht der Behörden in London und Washington, dass ein Sprengsatz den Absturz am Samstag verursacht haben könnte, äußerte sich die Führung in Moskau zunächst nicht. Ein namentlich nicht genannter Experte sagte der russischen Zeitung «Kommersant», er halte die von Ägypten geäußerte Theorie eines explodierten Triebwerks für unwahrscheinlich. «Die Detonation wäre vermutlich nicht so stark, um die Maschine zum Absturz zu bringen», sagte er dem Blatt.

Russland bestätigte Angaben aus Ägypten, wonach der Stimmenrekorder des Airbus A321 beschädigt sei. Hingegen seien die Informationen vom Flugschreiber an Ermittler weitergegeben worden, teilte eine Untersuchungskommission der Agentur Interfax zufolge in Moskau mit.