Russland kritisiert Großmanöver «Anakonda» in Polen

Russland hat das groß angelegte Militärmanöver «Anakonda 2016» in Polen scharf kritisiert. Die Übung trage nicht dazu bei, eine Atmosphäre von Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau.

Russland kritisiert Großmanöver «Anakonda» in Polen
Marcin Bielecki Russland kritisiert Großmanöver «Anakonda» in Polen

Es gebe ein Vertrauensdefizit im Verhältnis zum Westen, meinte er der Agentur Interfax zufolge.

Gut einen Monat vor dem Nato Gipfel in Warschau testen mehr als 31 000 Soldaten aus 24 Staaten auf polnischen Truppenübungsplätzen den Verteidigungsfall.

An der zehntägigen internationalen Übung «Anakonda 2016» beteiligen sich nicht nur Truppen aus Nato-Staaten, sondern auch Soldaten aus Partnerländern wie Schweden, Georgien und der Ukraine. Zum Auftakt des Manövers stand der Absprung von 2000 polnischen, britischen und amerikanischen Fallschirmjägern bei Torun auf dem Manöverprogramm.

Zeitgleich zu Anakonda wird in Warschau und anderen Städten bis Freitag die Übung «Renegade» abgehalten, die sich auf die Abwehr von Anschlägen und den Einsatz bei Katastrophen konzentriert. Geübt werden unter anderem das Abdrängen eines Flugzeugs, das in gesperrten Luftraum eindringt, und die Verhinderung einer Entführung. Das berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf den Einsatzleiter.