Russland setzt Kopfgeld auf Airbus-Attentäter aus

Nach dem Einstufen eines Flugzeugabsturzes über Ägypten als Terroranschlag hat Russland ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar (47 Millionen Euro) auf die Täter ausgesetzt.

Die Belohnung werde ausgezahlt für Hinweise, die zum Ergreifen der «Terroristen» führe, teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mit. Für den Absturz des Airbus A321 Ende Oktober, bei dem 224 Menschen ums Leben gekommen waren, hatte der Islamische Staat (IS) die Verantwortung übernommen. Präsident Wladimir Putin drohte den Tätern Vergeltung an. «Wir werden sie überall auf diesem Planeten finden», kündigte er an.

Putins Sprecher Dmitri Peskow bestätigte indirekt, dass Russland auf der Suche nach Hintermännern auch dann «Spezialoperationen» in anderen Ländern unternehmen werde, wenn die Führung dieser Staaten der Aktion nicht ausdrücklich zustimmen würde. Das Recht auf Selbstverteidigung laut UN-Charta lasse dies zu, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Peskow bekräftigte, dass Russland in Syrien keine Bodentruppen einsetzen werde. Moskau fliegt seit einigen Wochen Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland.