Russland sieht in «Panama Papers» Propaganda des Westens

Die angeblichen Spuren der «Panama Papers» in Richtung Kreml werden in Russland als Propaganda des Westens zurückgewiesen. Im Parlament in Moskau sagte die Vorsitzende des Sicherheitsausschusses, Irina Jarowaja, es gebe eine Vielzahl von Informationsattacken gegen den russischen Präsidenten.

Russland sieht in «Panama Papers» Propaganda des Westens
Sven Hoppe Russland sieht in «Panama Papers» Propaganda des Westens

«Das ist eine von vielen Giftinjektionen in der Hoffnung, dass die Dosis irgendwann anschlägt», sagte sie der Agentur Tass zufolge.

Nach Angaben der Medien, die die «Panama Papers» über Offshore-Firmen ausgewertet haben, tauchen darin Namen aus dem Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf. Mit deren Firmen seien Geschäfte über mehr als zwei Milliarden US-Dollar (1,75 Mrd. Euro) verbunden. Putin selber werde aber nicht genannt, betont der Rechercheverbund ICIJ.

Der Vorstandschef der staatlichen russischen Bank VTB, Andrej Kostin, betonte in einem Bloomberg-Interview: «Putin hatte nie etwas damit zu tun. Das ist Blödsinn.» Er wies er den Vorwurf zurück, sein Geldhaus habe in dem Zusammenhang ungesicherte Kredite vergeben.

Die Zeitungen «Wedomosti» und «Nowaja Gaseta», die an den Recherchen beteiligt waren, berichteten ausführlich über russische Verbindungen in den «Panama Papers».