Russland: USA stärken mit Absage von Syrientreffen Rebellen

Im Syrienkonflikt hat Russland den USA vorgeworfen, mit der kurzfristigen Absage bilateraler Gespräche in Den Haag die Rebellen zu unterstützen.

Die Entscheidung sende ein falsches Signal und bestärke die Opposition in ihrer Kompromisslosigkeit, teilte das Außenministerium in Moskau am Dienstag mit. Zugleich warnte die UN-Vetomacht erneut, eine militärische Intervention ohne Mandat des Weltsicherheitsrates würde «katastrophale» Folgen für den gesamten Nahen Osten sowie Nordafrika haben.

Je zwei Vertreter Russlands und der USA sollten sich an diesem Mittwoch in Den Haag treffen. Nun hat Washington nach Angaben Moskaus die Gespräche kurzfristig verschoben. Ein neues Datum wurde aber zunächst nicht genannt.

In der «gegenwärtigen dramatischen Situation» sei ein gemeinsamer Ansatz Russlands und der USA umso wichtiger bei der Suche nach einer friedlichen Lösung der Krise, hieß es in der Mitteilung. Vizeaußenminister Gennadi Gatilow schrieb bei Twitter: «Eine Ausarbeitung von Optionen für eine politische Lösung in Syrien wäre gerade jetzt wichtig gewesen, wenn dem Land ein Militärschlag droht.» Russland als enger Partner des Regimes in Damaskus und die USA als Unterstützer der Rebellen streiten seit Monaten über Teilnehmer und Format des geplanten internationalen Syrientreffens in Genf.