Sachsen-Anhalt prüft Gefängnisse als Flüchtlingsunterkünfte

Sachsen-Anhalts Regierung überlegt, Flüchtlinge künftig auch in ehemaligen Gefängnissen unterzubringen. Es gebe kein Gebäude, das derzeit nicht geprüft werde, sagte Finanzminister Jens Bullerjahn am Rande des Programmparteitages der SPD in Leuna. «Ich mache bei der Prüfung keinen Unterschied zwischen einer Justizvollzugsanstalt und einem Baumarkt.» Zuvor hatte die «Mitteldeutsche Zeitung» berichtet, dass die kürzlich geschlossene Justizvollzugsanstalt in Dessau-Roßlau als Asylunterkunft näher untersucht werde. Dort könnten sofort Flüchtlinge einziehen.