Sachverständiger: Pistorius sollte drei Jahre Hausarrest bekommen

Für die Tötung seiner Freundin sollte der südafrikanische Paralympics-Star Oscar Pistorius nach Ansicht eines Sachverständigen drei Jahre Hausarrest bekommen.

Das erklärte der von der Verteidigung mit einem Gutachten beauftragte Sozialarbeiter im Strafvollzug, Mashaba Joel Maringa, vor Gericht im südafrikanischen Pretoria.

Im Fall von Pistorius würde Hausarrest in Kombination mit monatlich 16 Stunden gemeinnütziger Arbeit garantieren, dass der Verurteilte nicht rückfällig werde und sein Verhalten grundsätzlich ändere, erklärte Maringa bei der Anhörung zur Festlegung der Strafe.

Das Gutachten stieß auf heftigen Protest der Staatsanwaltschaft. Allein die Vorstellung, dass Pistorius mit Hausarrest davonkommen könnte, sei «schockierend», erklärte Chefankläger Gerrie Nel. Er strebt eine hohe Haftstrafe für Pistorius an. Möglich wären laut Gesetz bis zu 15 Jahre.

Der Ankläger hatte ursprünglich gefordert, Pistorius nach den tödlichen Schüssen auf seine Freundin Reeva Steenkamp wegen Mordes zu verurteilen. Die Richterin wertete die Tat jedoch als fahrlässige Tötung. Pistorius hatte beteuert, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten zu haben. Wann die Richterin das Strafmaß festlegt, ist noch unklar.