Samsung sieht mögliche Lieferengpässe bei neuen S6-Smartphones

Zum Verkaufstart seiner neuen Smartphone-Spitzenmodelle hat der Apple-Konkurrent Samsung vor kurzfristigen Lieferengpässen gewarnt.

Als Grund gab das führende südkoreanische Elektronikunternehmen an, dass die Nachfrage nach den Geräten Galaxy S6 und S6 Edge über den eigenen Planungen liege. 

«Die Versorgung könnte anfangs nicht vollständig sichergestellt sein», erklärte das Unternehmen. Samsung erhöhe daher die Produktionskapazitäten, um «unsere weltweiten Kunden» mit ausreichend Nachschub zu versorgen». Nach einem Bericht des «Wall Street Journal» stellt vor allem die ausreichende Produktion der Bildschirme das Unternehmen vor Probleme. 

Die neuen Galaxy-Smartphones sind von Freitag an in 20 Ländern weltweit erhältlich, darunter Südkorea, Deutschland, die USA, Chile, Indien, Australien und Südafrika. Zur Menge der Vorbestellungen könne Samsung nichts sagen, sagte eine Sprecherin. Samsung erwarte im Vergleich zum Vorgängermodell höhere Absatzzahlen. 

Das neue Oberklassen-Smartphone ist ein wichtiges Gerät für Samsung im umkämpften Smartphone-Markt. Apple hatte zuletzt mit seinen iPhone 6 und 6 Plus Verkaufserfolge gefeiert. Mit 74,5 Millionen verkauften Smartphones schloss Apple im vierten Quartal zum langjährigen Marktführer Samsung auf. 

Ebenfalls ab Freitag nimmt Apple Vorbestellungen für seine Computeruhr Apple Watch entgegen, was dem Unternehmen zusätzliche Aufmerksamkeit sichern wird. Samsung macht zudem die Konkurrenz chinesischer Rivalen bei günstigen Smartphones zu schaffen. Anbieter wie Xiaomi und Lenovo sind nicht nur auf dem Heimatmarkt in China mit ihren Produkten erfolgreich.

Bei seinen neuen Oberklassenmodellen will Samsung unter anderem mit dem Design punkten. Beim S6 Edge ist das Display an den Seiten um die Kanten nach unten gebogen. Die Geräte stecken anders als der Vorgänger Galaxy S5, den noch Plastik umgab, in einem Gehäuse aus Metall und Glas.